Sehenswürdigkeiten im Schieferland Kaisersesch

Sehenswürdigkeiten im Schieferland Kaisersesch

Einzelne charakteristische Sehenswürdigkeiten des Schieferlandes Kaisersesch stehen für die kulturhistorische Entwicklung. Wahrzeichen der Stadt Kaisersesch ist der schiefe Kirchturm der St. Pankratiuskirche aus dem 13. Jahrhundert, der seine Spitze in Richtung des Westwindes gedreht hat. Die erstmalige urkundliche Erwähnung erfolgte im Jahre 1051. Im Jahr 2014 wurden der Dachstuhl und die Eindeckung komplett erneuert. An die Zeit der Postillione, Kutschen- und Depeschenreiter, erinnert der im Jahr 2000 errichtete Depeschenreiterbrunnen auf dem Alten Postplatz. Am Wasserhauptlauf des Brunnens ist eine Königskrone in Erinnerung an Königin Richeza zu erkennen, die Mitte des 11. Jahrhunderts erstmals den Ort Esch in einer Schenkungsurkunde erwähnte.

Eingeschlossen von der Kirche und dem ehemals kurtrierischen Alten Gefängnis, das heute als Heimatmuseum dient, befindet sich der historische Ortsmittelpunkt. Hier können Mauerreste eines mittelalterlichen Burghauses mit Kapelle und Wehrgang, der alte Kinosaal sowie eine Freilichtbühne besichtigt werden. Der Pilgerbrunnen lädt zum Verweilen ein. Alljährlich führt der Kaisersescher Theaterverein auf der Freilichtbühne in malerischer Kulisse vor dem alten Kinosaal ein Sommernachtstheater auf.
 

Das Alte Gefängnis, im Volksmund auch „Prison“ oder „Bullesje“ genannt, wurde inzwischen umgebaut und beherbergt heute im 1. Stock ein Heimatmuseum.  Hier finden sich viele Exponate aus der Kaisersescher Vergangenheit sowie wechselnde Motto-Ausstellungen. Zu bewundern sind einige Raritäten aus vergangener Zeit, wie beispielsweise eine komplett eingerichtete Schusterwerkstatt. Das Heimatmuseum ist jeden 1. Sonntag im Monat geöffnet.

Das Kloster und die Wallfahrtskirche Maria Martental mit einer über 800 Jahre andauernden Klostertradition gehören zu den bekanntesten und ältesten Sehenswürdigkeiten im Schieferland Kaisersesch. Die Herz-Jesu-Priester übernahmen 1927 das Kloster und belebten die Wallfahrt neu. Zahlreiche Pilgergruppen machen im Jahresverlauf Station in Maria Martental.

 
  Die Burg Pyrmont als bedeutender Siedlungsort des Mittelalters und heutiges touristisches Highlight ist die beschaulichere Schwester der unweit gelegenen Burg Eltz. Als Wehranlage aus dem 13. Jahrhundert thront sie auf einem steilen Felsen über dem Elzbach und ist in verschiedene Wandertouren einbezogen. Rund um die Burg liegen ruhige Terrassengärten und Lauben. Die Innenräume der Burg können für Trauungen angemietet werden.