Informationen rund um das Bürgerportal


Digitale Services für eine bürgerorientierte Verwaltung: Das Bürgerportal Cochem-Zell 

Die öffentlichen Verwaltungen des Kreises Cochem-Zell und der vier Verbandsgemeinden Kaisersesch, Cochem, Zell und Ulmen haben für die Bürgerinnen und Bürger rund um die Uhr geöffnet: Mit dem Bürgerportal Cochem-Zell können Sie ausgewählte Verwaltungsdienstleistungen online nutzen. Die einprägsame Internetadresse des Bürgerportals:

www.cochem-zell-online.de

Ob es um die An- oder Abmeldung eines Hundes, einen Antrag zur öffentlichen Plakatierung von Veranstaltungen, die Anzeige eines Eigentümerwechsels bei einem Grundstück oder um die Anmeldung zur Abholung von Sperrmüll oder eines Elektrogroßgerätes geht – all diese und weitere Services der öffentlichen Verwaltung lassen sich über das Bürgerportal mit wenigen Mausklicks erledigen. Das Besondere: Die Nutzer müssen nicht wissen, ob für die Bearbeitung eines Antrags der Kreis oder die Verwaltung der jeweiligen Verbandsgemeinde zuständig ist; im Bürgerportal stehen die entsprechenden Dienstleistungen verwaltungsübergreifend zur Verfügung. Manfred Schnur, Landrat des Kreises Cochem-Zell: „Die Anträge lassen sich einfach und digital stellen, die Verwaltung bearbeitet die Bürgeranliegen schnell und unter besonderer Beachtung eines hohen Datenschutzes.“

Die Vorteile des Bürgerportals für die Nutzer liegen auf der Hand: Die Dienstleistungen der Kreis- und Verbandsgemeindeverwaltungen stehen den Bürgerinnen und Bürgern orts- und zeitunabhängig zur Verfügung. Die Nutzer sparen sich nicht nur zeit- und kostenintensive Wege zu den Verwaltungsstandorten, ihnen entstehen auch keine Wartezeiten in den Ämtern. Die Bedienung des Bürgerportals ist intuitiv und leicht zu handhaben. Wer regelmäßig Services der Verwaltung digital in Anspruch nimmt, kann sich ein eigenes Servicekonto im Bürgerportal anlegen. „Über dieses Servicekonto kann der Nutzer nicht nur die digitalen Anträge bequem bearbeiten, sondern auch einen großen Teil des Dialogs mit den Verwaltungsstellen und die Zahlung eventueller Verwaltungsgebühren mit unterschiedlichen elektronischen Bezahlverfahren zuverlässig organisieren“, erläutert Albert Jung, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Kaisersesch.

Nutzen Sie das Bürgerportal Cochem-Zell und teilen Sie uns Ihre Erfahrungen und Anregungen per E-Mail mit.

  • Pressemitteilungen und Informationen zu den Online-Dienstleistungen

     
  • Das kommunale ServiceKonto Rheinland-Pfalz

    Elektronische Identität mit der eID-Funktion für E-Government-Angebote

    Die Nutzung der kommunalen E-Government-Angebote erfordert eine hinreichend sichere Prüfung der Identität einer Person oder eines Unternehmens. Mit dem kommunalen ServiceKonto Rheinland-Pfalz wird eine Möglichkeit eröffnet, einfachere E-Government-Angebote mit und ohne den neuen Personalausweis nutzen zu können. Das ServiceKonto schließt zudem die Lücke für die sichere Identifikation von Firmenmitarbeitern und ist fester Bestandteil des Bürgerkontos Cochem-Zell.

    Den Interessierten im Bereich E-Government ist er schon begegnet: der Begriff „Bürgerkonto“.  Im Jahr 2015 entschloss sich der IT-Planungsrat zu einer offiziellen Umbenennung in „Servicekonto“, mit dem Zusatz „für Bürger und Unternehmen“. Und da ist erkennbar, dass die neue Bezeichnung eben nicht nur die Bürgerinnen und Bürger im Fokus hat, sondern auch die Unternehmen – in Rheinland-Pfalz sehen wir zusätzlich die Freiberufler und Vereine als potentielle Nutzer eines Servicekontos, dem rlp ServiceKonto.

    Die Beantragung von Verwaltungsleistungen setzt voraus, dass sich die Beteiligten kennen und einander vertrauen. Mit einem ServicKonto wird für eine Person oder ein Unternehmen ein Identitätskonto eingerichtet. Am ehesten kann das ServiceKonto mit dem Online-Zugang zu einer Versicherung oder Bank verglichen werden, über das man Rechnungen, Verträge, Kontoauszüge der Versicherung/Bank einsehen und diesen Dienst „zu jeder Zeit“ in Anspruch nehmen kann. 

    Die Identität im ServiceKonto ist analog zu sehen, aber nur für Verwaltungsangebote. Dabei gibt es aber Verwaltungsangebote, die ein höheres Identitätsniveau benötigen und andere mit „normalem“ Niveau bis hin zu den Angeboten, denen eine niederschwellige Identität ausreicht. Bei einfachen Prozessen kann sich ein Nutzer mit Benutzername und Passwort identifizieren. Sofern spezialgesetzliche Regelungen die Schriftform vorgeben oder höherwertige Identifikationsformen fordern (z.B. § 10 Bundesmeldegesetz), spielt natürlich der neue Personalausweis mit der auf dem Chip gespeicherten elektronischen Identität (eID) eine große Rolle.  

    Hersteller von kommunalen E-Government-Fachverfahren sollen sich künftig nicht mehr selbst um eine Personenidentifikation kümmern müssen, sondern rufen über Web-Services dazu das ServiceKonto auf. Sie können dem ServiceKonto mitgeben, welches Vertrauensniveau das Fachverfahren benötigt. Das ServiceKonto führt den Identifikationsvorgang durch und übergibt die Identitätsdaten dem aufrufenden kommunalen Fachverfahren. 

    Dokumentensafe

    Das ServiceKonto bietet weitere Mehrwerte für die Bürgerinnen und Bürger sowie die Unternehmen:
    Im Dokumentensafe können die am ServiceKonto angeschlossenen Fachverfahren Ergebnisse aus den Verwaltungsprozessen (Antragsbestätigung, Zwischennachricht, Bescheide) als Kopie ablegen, sofern der ServiceKonto-Inhaber von dieser Option Gebrauch machen will. So kann die Person schnell den Status eines Antragsverfahrens in Erfahrung bringen oder auch zu Vergleichszwecken auf ältere Bescheide (z.B. Entgeltsabrechnungen der Vorjahre) zurückgreifen. Über Favoriten lässt sich die Erreichbarkeit der unterschiedlichen E-Government-Angebote individuell einstellen. Das erspart insbesondere den Firmen bei regelmäßigen Leistungen (wie z.B. einer Melderegisterauskunft) das Suchen im Portal oder in einer kommunalen Webseite. 

    Registrierungsprozess

    Dem Vertrauen der elektronischen Identität steht der gleichgelagerte einmalige Prozess einer Personen- und Firmen-Registrierung im ServiceKonto gegenüber. Für einfache und niederschwellige Verwaltungsangebote reicht eine einfache verlässliche Personenregistrierung. Diese erstmalige Registrierung findet in der Form statt, dass eine Person die persönlichen Daten dem ServicKonto-Dienst mitteilt. Die eingegebenen Daten werden automatisiert mit dem zentralen Melderegisterdatenbestand abgeglichen. Stimmen die erfassten persönlichen Daten mit dem Melderegisterdaten überein, erstellt das System für diese Personen einen sogenannten PIN-Brief und versendet diesen per Zustellung an die Adresse der betreffenden Person. Mit der postalischen Übermittlung dieses PIN-Briefes findet die Personenbindung statt und eröffnet damit dem Nutzer die Möglichkeiten in allen einfachen Verwaltungsverfahren. Für Unternehmen ist ein solcher automatisierter Registrierungsprozess noch nicht möglich, da kein zentrales Unternehmensverzeichnis existiert. Hier muss der Firmeninhaber einmalig beim Registrierungsvorgang begründende Dokumente (Handelsregisterauszug, Gewebeanmeldung usw.) mitgeben (hochladen), die von einer Registrierungsstelle in der jeweiligen Verwaltung geprüft werden.   

    Das ServiceKonto ist integrierter Bestandteil des Bürgerportals Cochem-Zell.

    Sofern Sie Fragen zum rlp ServiceKonto haben, steht Ihnen das Team Bürgerdienste der KommWis gerne zur Verfügung.

    KOMMWIS
    GESELLSCHAFT FÜR KOMMUNIKATION UND WISSENSTRANSFER MBH

    Hindenburgplatz 3 
    55118 Mainz

    Telefon: 
    06131 6277-200 (Support Meldewesen, DMS, KFZ und Bürgerdienste)
    06131 6277-290 (Support Personenstandswesen)
    06131 6277-0 (Sekretariat)

    Fax: 
    06131 6277-288

  • Wie alles anfing - Die Historie des Projektes "E-Government"

    Aus 44 eingereichten Bewerbungen wurde der Landkreis Cochem-Zell  für die Teilnahme am Pilotprojekt „Modellkommune E-Government" ausgewählt. In Kooperation mit der Verbandsgemeinde Kaisersesch hatte sich die Kreisverwaltung Ende November 2013 für dieses Pilotvorhaben des Bundesministeriums des Innern beworben. Mit 100.000 Euro wurden die Cochem-Zeller unterstützt, um E-Government-Anwendungen für ihre Bürgerinnen und Bürger zu konzipieren und umzusetzen. Unter E-Government versteht man die sogenannte elektronische Verwaltung, das heißt Leistungen der Verwaltung können über das Internet abgewickelt werden. Dies erspart nicht nur Zeit und Fahrkosten, sondern auch Porto und Papier.

    Von Anfang an war geplant, alle Kommunen im Landkreis in ein ganzheitliches E-Government einzubinden. Das heißt, dass es den Bürgerrinnen und Bürgern zukünftig ermöglicht wrden soll über ein gemeinsames kommunales Bürgerportal Dienstleistungen der öffentlichen Verwaltungen – unabhängig davon, ob die Orts- oder Verbandsgemeinde oder der Landkreis zuständig ist - abzurufen. Ebenfalls wurde geplant, dass Anträge der Kundinnen und Kunden durch die Anbindung an einen elektronischen Formularserver direkt an die dafür zuständige Verwaltung bzw. der zuständigen Stelle in dieser Verwaltung übermittelt werden. Der elektronische Antrag sollte ohne Medienbruch - direkt in das für die Bearbeitung erforderliche Computerfachprogramm eingespeist werden. Damit stehen der zuständigen Verwaltungsstelle alle Daten des Kunden für die Bearbeitung des Antrages im Programm – ohne separate Dateneinpflege – unmittelbar zur Verfügung. Die Integration der Bezahlfunktion für Verwaltungsgebühren wurde ebenfalls von Anfang an in das Gesamtkonzept aufgenommen.

    Downloads:

    Projektabschlussbericht der Modellkommunen

    Kommunales Kochbuch

    Pressemitteilungen:

    Pressemitteilung CeBIT 2014
    Pressemitteilung Auftaktveranstaltung "Modellkommune E-Government" 2014
    Pressemitteilung CeBIT 2015

  • "Modellkommune E-Government" - Hintergründe aus Sicht des Bundesministeriums des Innern (BMI)

    Das Bundesinnenministerium unterstützte insgesamt acht Kommunen bei der Konzipierung und Umsetzung von E-Government-Anwendungen.

    Mit dem am 1. August 2013 in Kraft getretenen E-Government-Gesetz des Bundes (EGovG) wurden die entscheidenden rechtlichen Voraussetzungen für ein breites Angebot elektronischer Dienstleistungen der Verwaltung geschaffen. Wesentliches Ziel des Gesetzes ist es, auf allen staatlichen Ebenen nutzerfreundliche, effiziente und medienbruchfreie elektronische Verwaltungsverfahren bereitzustellen.

    Da ein Großteil der Verwaltungskontakte der Bürgerinnen und Bürger auf die Kommunalverwaltung entfällt, ist der Einsatz von E-Government auf kommunaler Ebene besonders bedeutsam.

    Die im EGovG festgeschriebenen Mindestanforderungen - zum Beispiel die Annahme elektronischer Dokumente oder die Einrichtung elektronischer Bezahlmöglichkeiten - hat ein Großteil der Kommunen bereits erfüllt. Bürgerinnen und Bürger erwarten aber mehr. Sie wollen einen schnellen und einfachen, nicht orts- oder zeitgebundenen Zugang zur Verwaltung und eine rasche Erledigung ihrer Anliegen.

    Projektziel: Potenziale auf kommunaler Ebene ausschöpfen

    Um die Potenziale des Einsatzes von E-Government-Lösungen auf kommunaler Ebene aufzuzeigen, hatte das Bundesministerium des Innern daher gemeinsam mit den kommunalen Spitzenverbänden (Deutscher Städtetag, Deutscher Städte- und Gemeindebund, Deutscher Landkreistag) das Projekt "Modellkommune E-Government" initiiert.

    In dem als Teilnahmewettbewerb ausgestalteten Projekt waren Kommunen in Deutschland aufgefordert, Konzepte für den künftigen Einsatz von E-Government-Lösungen in der Praxis zu präsentieren. Als Modellkommunen ausgewählt wurden die Städte Halle (Saale), Gütersloh, Düren, Norderstedt, die Bewerbergemeinschaft Ibbenbüren sowie die Landkreise Cochem-Zell, Ortenaukreis und Heidekreis. Die acht Modellkommunen haben in der zweijährigen Projektlaufzeit eng kooperiert. Das Modellvorhaben ging Ende Juni 2016 zu Ende. (Quelle: BMI)

    Die Modellkommunen werden auf der Basis eines gemeinsamen Kooperationsvertrages weiter zusammenarbeiten und bestehende Synergieeffekte nutzen sowie die E-Government Anwendungen weiter ausbauen.

    E-Government-Gesetz des Bundes (EGovG)

    Kontakt
    • Vogel, Martina