Friedhofssatzung

Liebe Leserinnen,
liebe Leser,

die Zeit vergeht wie im Flug. Am 1. August bin ich in mein drittes und damit letztes Ausbildungsjahr gestartet. Zurzeit bin ich im Fachbereich 4.3-Liegenschaften eingesetzt. Zu der Liegenschaftsverwaltung zählt auch die Friedhofsverwaltung.

Im Friedhofsrecht werden Rechte, Pflichten und Verbote über Friedhofssatzungen geregelt. Die Satzungen werden von der zuständigen Ortsgemeinde erlassen. Die rechtliche Grundlage hierfür ist das Bestattungsgesetz (BestG) Rheinland-Pfalz.

Die Friedhofssatzungen regeln unter anderem die Verhaltensregeln, die Öffnungszeiten, die Gestaltung der Grabstätten, die Benutzung der Leichenhalle, aber auch die verschiedenen Grabarten und die dazu geltenden Nutzungs- und Ruhezeiten.
Zu den Grabarten gehören Reihengräber, Wahlgräber, Urnengräber, Rasengräber und gemischte Grabstätten.
Nachfolgend nun eine Erläuterung zu den verschiedenen Grabarten:

Reihengrabstätten sind Grabstätten (Einzelgräber) für Erdbestattungen, die der Reihe nach belegt und im Todesfall für die Dauer der Ruhezeit des zu Bestattenden zugeteilt werden. Ein Wiedererwerb des Nutzungsrechts an der Reihengrabstätte ist nicht möglich.

Wahlgrabstätten sind Grabstätten für Erdbestattungen, an denen auf Antrag nach Zahlung der festgesetzten Gebühr ein Nutzungsrecht für die Dauer der Nutzungszeit verliehen wird. Das Nutzungsrecht ist in der Regel ca. 10 Jahre länger festgelegt als die Ruhefrist. Während der Nutzungszeit darf eine weitere Bestattung nur stattfinden, wenn die Ruhezeit die Nutzungszeit nicht überschreitet oder das Nutzungsrecht für die Zeit bis zum Ablauf der Ruhezeit verlängert worden ist.

Bei Urnengräbern wird ebenfalls zwischen Reihengräbern und Wahlgräbern unterschieden.

Auf Wunsch der Verstorbenen sowie der Angehörigen nach Grabstätten, die nach der Beisetzung keiner Pflege mehr bedürfen, werden mittlerweile auf verschiedenen Friedhöfen Rasengräber zur Verfügung gestellt.Bei dieser Grabart handelt es sich um Grabstätten, die in einem vom Friedhofsträger gepflegten Rasenfeld liegen und mit einer einheitlichen kleinen Liegeplatte (mit Namen und evtl. Geburts- und Sterbedatum) versehen sind.Hier ist die Aufbringung von Grabschmuck, und –lampen usw. seitens der Angehörigen gar nicht oder nur zu gewissen Zeiten zulässig.

Gemischte Grabstätten sind bereits durch eine Erdbestattung belegte Reihengräber, in denen auf Antrag des Nutzungsberechtigten zusätzlich die Beisetzung einer Asche gestattet werden kann. Die Beisetzung einer Urne ist nur dann möglich, wenn die verbleibende Ruhezeit nach der ersten Bestattung noch mindestens die Länge der Ruhefrist der Asche beträgt.

Es würde mich freuen, wenn ich Euch hiermit den Unterschied der einzelnen Grabarten näherbringen und einen kleinen Einblick ins Thema Friedhofssatzung geben konnte.

Bis bald,
Jonas

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