Modern und leistungsfähig: Kläranlage in Wirfus erneuert

Weiterer Meilenstein zur Verbesserung des Umweltschutzes: Die rundum erneuerte Kläranlage in Wirfus ist in Betrieb. Die Kläranlage Wirfus reinigt die Abwässer aus den Ortsgemeinden Illerich und Wirfus und wird von der Verbandsgemeinde Cochem betrieben. Sie ist für 1.000 Einwohnerwerte (EW) ausgelegt, die sich auf Illerich mit rund 775 EW und Wirfus mit rund 225 EW verteilen. 

Die Kläranlage wurde 1986 für den Anschluss der Ortsgemeinde Illerich erweitert. Damit konnte die mechanische Anlage von 1959 in Illerich stillgelegt werden. 1986 wurde der im Aufstau betriebene Oxidationsgraben in Wirfus umgebaut und durch ein Nachklärbecken, eine Rücklaufschlammförderung und eine Ablaufmengenmessung ergänzt. Später wurde zusätzlich ein Rechen und Sandfang gebaut. 

Über den langjährigen Betrieb waren etwa in den Jahren 2010/11 die Bauwerke der ursprünglichen Kläranlage zum Teil stark sanierungsbedürftig. Die hydraulische Belastung der Anlage war zeitweise zu hoch, so dass keine Prozessstabilität mehr zu gewährleisten war. Auch der Energiebedarf der Kläranlage war relativ hoch und entsprach nicht mehr den geltenden Anforderungen. 


Deshalb wurde 2013 eine Entwurfs- und Genehmigungsplanung für die Modernisierung der Anlage an das Ingenieurbüro Schönefeld & Briesch, Koblenz, in Auftrag gegeben. Auch der Werksausschuss des Verbandsgemeinderates Kaisersesch hat in der Sitzung am 21.02.2013 die grundsätzliche Erfordernis zum Ausbau der Kläranlage Wirfus erkannt und die Zustimmung erteilt. Es wurde geplant, die vorhandene Anlage als konventionelle Belebungsanlage mit Schlammstabilisierung, Nitrifikation, Denitrifikation und simultaner Phosphatfällung auszubauen. Weiterhin wurde vorgesehen, den Mischwasserzufluss durch ein zusätzliches Regenrückhaltebecken auf der Kläranlage zu reduzieren. Schließlich wurde der Bau eines neuen Schlammsilos eingeplant. 

Auf der Grundlage der Genehmigungsplanung und geschätzten Baukosten von 1,34 Millionen Euro wurden die Bauaufträge erteilt. Baulicher Teil: Firma Sonntag, 56281 Dörth – Maschinelle Einrichtung: Firma Bremer Pro Aqua, 28001 Bremen – EMSR-Technik: Firma Hermos, 56295 Rüber. 

Nach den geprüften Kostenfeststellungen betrugen die Baukosten 1,43 Millionen Euro. Hinzu kommen Baunebenkosten, so dass sich Gesamtkosten von 1,8 Millionen Euro ergeben haben. Die Gesamtkosten verteilen sich auf die Verbandsgemeinde Kaisersesch zu rund 75 % und die Verbandsgemeinde Cochem zu rd. 25 %. 

Das Land Rheinland-Pfalz hat die jeweiligen Kostenanteile der Verbandsgemeinden durch zinslose Darlehen und Zuschüsse gefördert. 

Die Baumaßnahmen waren im Herbst 2018 abgeschlossen. Die Werksausschüsse aus Cochem und Kaisersesch haben zusammen die fertiggestellte Anlage besichtigt. Zugegen waren auch die Bürgermeister Wolfgang Lambertz und Albert Jung, die Werkleiter Bernd Nitzsche und Alfred Krämer sowie Planer und Bauleiter Dipl.-Ing. Horst Briesch. Alle zeigten sich bei entsprechend schönem Wetter erfreut über die gelungene Maßnahme.