Universitätsdelegation besuchte Verbandsgemeinde Kaisersesch

Über die Förderung und Weiterentwicklung der Kompetenzen auf dem Gebiet des Wasserstoffs und der Brennstoffzelle als besonders umweltfreundliche Energielieferanten, informierte sich eine Delegation von der Université de Mahajanga in Madagaskar. Sie informierten sich insbesondere über das bei der Verbandsgemeinde Kaisersesch ansässige H2BZ Netzwerk RLP e.V. In Vertretung von Bürgermeister Albert Jung begrüßte Lothar Schaden, kommissarischer Leiter der Stabsstelle Wirtschaftsförderung, Tourismus und Marketing, die Delegation. 

Er stellte das H2BZ Netzwerk vor und gab einen Überblick über das bisher Geleistete und die damit verbundenen Ziele. Darüber hinaus informierte er über den aktuellen Stand der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie in Rheinland-Pfalz.

Bei den Gästen handelte es sich um Herrn Prof. Dr. Victorien Bruno Dona, als Dekan der Faculty uf Science, Technology and Enviroment. Prof. Dona hat zum Thema “Erneuerbare Energien” promoviert und wollte sich vor Ort zu weiteren Formen der erneuerbaren Energiegewinnung informieren und mit diesem Wissen gegebenenfalls ein gemeinsames Projekt mit den Kollegen der Universität in Koblenz auf Madagaskar initiieren. 

Die weiteren Teilnehmer waren Frau Prof. Dr. Heriniaina Ramahefarison, als promovierte Agroforstwissenschaftlerin, und auch Frau Prof. Dr. Elisette Rahelivolona. An ihrer Heimatuniversität in Mahajanga ist sie verantwortlich für den Forschungsbereich Biodiversität und Naturschutz sowie für den Austausch der Masterstudierenden Mahajanga-Koblenz. 

Prof. Siegmar Seidel, geschäftsführender Leiter des Ruandazentrums und des Büros für Afrika- Kooperationen, gehörte auch er der Delegation an. Er fungierte im Rahmen des Zusammentreffens für die französisch sprechenden Gäste überdies als Dolmetscher. 

Der Ortsbürgermeister der Ortsgemeinde Illerich, Helmut Braunschädel, stellte die Freiflächenphotovoltaikanlage und die Bürgerenergiegenossenschaft in seiner Ortsgemeinde vor und zeigte dabei auf, wie man in einer Dorfgemeinschaft saubere Energie zum Wohle aller Bürger generieren kann. Seit 2015 in Betrieb, produziert diese Anlage rund 650.000 Kilowattstunden im Jahr. 

Die Gäste aus Madagaskar zeigten sich von den Ausführungen sowie den neu hinzugewonnenen Informationen überaus beeindruckt.