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Einblicke in die Praxis einer digitalen Modellkommune: Interkommunale Zusammenarbeit als Erfolgsfaktor 

Überschrift

Die Verbandsgemeinde Kaisersesch arbeitet im Bereich Digitalisierung und Verwaltungsmodernisierung bereits seit über zehn Jahren mit anderen Verwaltungen zusammen, um Projekte sowie Aktivitäten besonders nachhaltig, langfristig und effektiv umzusetzen. Schon im Jahr 2014 war die Verbandsgemeindeverwaltung Kaisersesch gemeinsam mit der Kreisverwaltung Cochem-Zell in dem vom Bundesinnenministerium und den deutschen kommunalen Spitzenverbänden organisierten Pilotprojekt „Modellkommune E-Government“ aktiv. Das in diesem Rahmen entwickelte „Bürgerportal“ wurde kürzlich sogar auf die Landkreise Bernkastel-Wittlich, Bitburg-Prüm und Vulkaneifel samt Gemeinden ausgeweitet.

Das Thema „Interkommunale Zusammenarbeit“ wird auch auf Ebene der Verbandsgemeinden als wichtig erachtet. Ein Beispiel dafür ist die Einstellung eines gemeinsamen Prozessdesigners im Jahr 2018, der digitale Verwaltungsleistungen für die Verbandsgemeinden Cochem, Kaisersesch, Ulmen und Zell (Mosel) entwickelt und allen vier Verwaltungen bereitstellt. Damit eine solche Programmierung von Erfolg ist, haben alle Verbandsgemeinden des Landkreises Cochem-Zell sogenannte Digitalisierungsbeauftragte, die die Verwaltungsabläufe zunächst erfassen, analysieren und optimieren. Genau hier setzt auch eine weitere interkommunale Zusammenarbeit der Verbandsgemeindeverwaltung Kaisersesch mit den Verbandsgemeinden Diez, Montabaur und Weißenthurm an, mit dem Ziel, gemeinsam Prozessmanagement zu betreiben und Standardisierungen herbeizuführen. Das Prozessregister soll dabei eine Blaupause für alle Verbandsgemeindeverwaltungen in Rheinland-Pfalz sein und eine Grundlage für die Digitalisierung sowie das Wissens- und Notfallmanagement der Verwaltungen darstellen.

Dozent Frank Lenz lobte die dahingehenden Bestrebungen und betonte, „dass insbesondere die digitale Transformation nur erfolgreich gelingen könne, wenn Land und Kommunen verwaltungs- und ebenenübergreifend sowie kooperativ vorgehen“. Auch Ines Leicht konnte dies aufgrund ihrer positiven Erfahrungen bestätigen und von vielen diesbezüglichen Erfolgsprojekten berichten. Die Studierenden des Studienzweigs „Verwaltungsinformatik“ konnten sich in der gemeinsamen Lehrveranstaltung immer wieder mit ihren Gedanken und Vorschlägen aktiv einbringen. Damit haben nicht nur die Studierenden von der gut strukturierten Lernveranstaltung profitiert, sondern auch die Gastreferentin, die viele Ideen und Anregungen mit nach Kaisersesch nehmen konnte, die die Studierenden gemeinsam mit Dozent Frank Lenz erarbeitet haben.

Diese sowie weitere Ansätze der Verbandsgemeindeverwaltung Kaisersesch tragen die beteiligten Studierenden nun als wichtige Multiplikatoren auch in ihre eigenen Verwaltungen.

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