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Kommunen am Limit: Verbandsgemeinde Kaisersesch fordert faire Finanzierung der Kindertagesstätten
Überschrift
Gleichzeitig steigen die Anforderungen an die frühkindliche Betreuung und die Ausstattung der Einrichtungen kontinuierlich. Die Kommunen kritisieren vehement, dass ihnen immer neue zusätzliche Aufgaben und höhere Standards auferlegt werden, ohne dass Land und Bund für eine entsprechende, dauerhafte finanzielle Unterstützung sorgen.
Zu den zentralen Kritikpunkten am Kita-Zukunftsgesetz Rheinland-Pfalz zählen neben den explodierenden Kosten der akute Fachkräftemangel, ein enormer Umsetzungs- und Verwaltungsaufwand sowie eine fehlende Planungssicherheit bei der Budgetierung. Auch die Entnahme von Mitteln aus dem kommunalen Finanzausgleich verschärfe die prekäre Situation vor Ort. Viele Gemeinden seien dadurch gezwungen, ihre Verschuldung weiter auszubauen, um den gesetzlichen Betreuungsanspruch überhaupt noch erfüllen zu können.

© VGV
Bürgermeister Albert Jung findet hierzu deutliche Worte:
„Frühkindliche Bildung und Betreuung sind eine Investition in unsere Gesellschaft – doch die aktuelle Finanzierungslücke gefährdet diese wichtige Aufgabe fundamental. Es ist dringend notwendig, dass Land und Bund ihre Verantwortung wahrnehmen und die Kommunen endlich mit ausreichenden Mitteln ausstatten. Nur so können wir eine gute Betreuung sicherstellen und die Zukunft unserer Kinder nachhaltig gestalten.“
Mit ihrer Beteiligung am Aktionstag wollen die Kommunen der Verbandsgemeinde Kaisersesch Politik und Öffentlichkeit für die existenziellen finanziellen Herausforderungen sensibilisieren und eine Debatte über eine nachhaltige und gerechte Finanzierung der Kindertagesstätten erzwingen.
Bildunterschrift:
Kindergartenleiterin Bettina Marx-Schwall (Kindergarten St. Nikolaus Kaifenheim) und Bürgermeister Albert Jung

