- Aktuelles
- Verwaltung
- Themen
- Bürgerservice
- Feedback
Richtiges Verhalten vor und während Starkregenereignissen
Überschrift
Um aus kommunaler Sicht auf diese Ereignisse vorbereitet zu sein, wurden in der Verbandsgemeinde Kaisersesch zusammen mit dem Ingenieurbüro Reihsner aus Wittlich individuelle Starkregen- und Hochwasservorsorgekonzepte für die Gemeinden entwickelt. Die Konzepte enthalten konkrete Handlungsempfehlungen bei Starkregen und bei möglichen Überflutungen von Bächen.
Neben den ausgearbeiteten kommunalen Konzepten sind vor allem bauliche und finanzielle Vorsorgemaßnahmen von großer Bedeutung, die jede Bürgerin und jeder Bürger berücksichtigen sollte. Schon das richtige Verhalten am Gewässer – wie der Verzicht auf Materiallagerungen in unmittelbarer Gewässernähe – kann das Gefährdungspotenzial stark senken. Zudem ist ein ausreichender Versicherungsschutz bei Gebäuden wichtig. Elementarschäden, die durch Hochwasser, Starkregen, Sturm oder Hagel entstehen, können in bestehende Wohngebäude- oder Hausratversicherungen eingeschlossen werden.
Richtiges Verhalten vor Starkregenereignissen:
- Keine mobilen Güter (z. B. Holz, Kompost, Gartenmöbel etc.) in unmittelbarer Gewässernähe lagern.
- Es besteht die Gefahr, dass diese mitgerissen werden und Engstellen blockieren.
- Keinen Grünschnitt o. Ä. in Entwässerungsgräben entsorgen.
- Materialien können Einlaufbauwerke zusetzen.
- Entwässerungseinrichtungen nicht überbauen, genauer gesagt deren Funktion nicht einschränken. Hierzu zählt auch das Freihalten von Straßenabläufen. Das Einkehren von Laub und Schmutz führt zu Abflussminderungen.
- Warnungen ernst nehmen, aber nicht in Panik verfallen.
- Gefährdungspotenzial des eigenen Grundstückes prüfen und ggf. Objektschutz betreiben sowie Elementarschadenversicherung abschließen.
Richtiges Verhalten während Starkregenereignissen:
- Rettungskräfte nur über offizielle Kommunikationswege (Telefon: 112) und nur im Notfall alarmieren.
- Aufgabe der Feuerwehr: Gefahrenabwehr! Die Rettungskräfte helfen z. B. bei vollgelaufenen Kellern. Sie verlassen diese jedoch nicht komplett sauber.
- Anweisungen der Rettungskräfte Folge leisten.
- Einweisung der Rettungskräfte auf dem eigenen Grundstück, wenn keine Gefahr für Leib und Leben besteht.
- Nicht durch überflutete Bereiche fahren – Gefahrenstellen sind nicht zu erkennen, Autos schwimmen auf.
- Niemals in Räume gehen, wenn diese geflutet werden können.
- Es besteht die Gefahr, dass sich die Türen durch den Wasserdruck nicht mehr öffnen lassen.
- Strom in gefährdeten Bereichen frühzeitig ausschalten: Es besteht Lebensgefahr!
- Wenn es nicht möglich ist, Rettungskräfte informieren.
- Keine Kanaldeckel ohne Sicherung entfernen.
- Wenn möglich, Eigentümer tiefer liegender Grundstücke informieren.
Hinweis: Die Verbandsgemeinde Kaisersesch hat Anfang 2022 für die Erstellung der Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzepte in elf Ortsgemeinden das Ingenieurbüro Reihsner aus Wittlich beauftragt.

